Humor und Satire
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Humor und Satire
Prognosen werden wahr!
VOLKSSTIMME Zeitung für  Sachsen- Anhalt
Die unvollendete Geschichte
(... nur für Insider)
Es war einmal in einem uns bekannten Land vor nicht all zu langer Zeit ein prunksüchtiger Prinz. Er ließ Schlösser bauen, alte Schlösser im neuen Glanz erscheinen und gab eine Lage nach der anderen. Es kam wie es kommen musste, der Prinz hatte bald kein Geld mehr. Doch die Prunksucht vernebelte seine Sinne so sehr, dass er immer weiter machte und einen riesigen Berg von Schulden anhäufte. Doch irgendwann war niemand mehr bereit die Rechnungen auf den "Bierdeckel" zu schreiben. So wurde der Prunksucht des Prinzen einhalt geboten.
 Der Nebel in seinem Gehirn verflog und er erkannte den Ernst der Lage. So kam es, dass er nach einer reichen Prinzessin Ausschau hielt, die er auch schnell fand und begann sogleich um sie zu werben.
Die Prinzessin wollte diesen Prinz nicht, obwohl sie unter den Zwang stand alsbald zu heiraten.
Eines Tages hatte sie eine Schar von Tauben auf ihrem Hof. Diese Vögel erschienen aber viel zu schwach zum fliegen. Darum fütterte sie die Tauben, in der Hoffnung , dass sie bald kräftig genug waren um in die Lüfte zu steigen. Sehr schnell wurden die weißen Vögel so zutraulich, dass sie der Prinzessin aus der Hand fraßen. Und sie glaubte zu hören wie die Vögel zu ihr sagten: "Heirate ihn nicht! Heirate ihn nicht!" In dieser Nacht schlief die Prinzessin sehr unruhig und lief schon am frühen morgen auf den Hof um nach den Tauben zu schauen. Der Himmel war voll dunkler Wolken die von grellen Blitzen erhellt wurden. Die Tauben waren wieder stark genug um am Himmel zu kreisen. Doch die Prinzessin traute ihre Augen nicht: Der Gewitterregen wusch eine weiße Farbe aus den Gefieder und die "Tauben" entpuppten sich als pechschwarze Krähen. Während die schwarzen Vögel um ihr Haupt flogen, schissen sie auf ihr goldblond gelocktes Haar und krächzten immer und immer wieder: "Heirate ihn du dumme Kuh! Heirate ihn du dumme Kuh!"

Leider endet diese Geschichte hier obwohl es noch viele offene Fragen gibt:
Heiratet die Prinzessin den Prinz doch noch oder findet sie einen anderen?
Was wird dann aus dem Prinzen? Muss er Tafelsilber und Schlösser verkaufen um schuldenfrei zu werden?
Da es noch kein Ende gibt, gibt es auch keine Moral von der Geschichte, außer vielleicht diese:
Man sollte schon genauer hinschauen ob man Tauben oder Krähen füttert!

A.K. Okt 2008
Fundstück


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